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MAHLE verbessert 2025 operatives Ergebnis

MAHLE verbessert 2025 operatives Ergebnis

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  • Positives Konzernergebnis trotz herausfordernder Rahmenbedingungen und erheblicher Restrukturierungsaufwendungen
  • Umsatz sinkt durch Wechselkurse und Verkäufe auf 11,3 Milliarden Euro
  • Produktivität, bereinigtes EBIT und Eigenkapitalquote steigen, Nettoverschuldung sinkt, Liquidität ist gesichert
  • CEO Arnd Franz: „MAHLE ist auf dem Weg zu profitablem Wachstum.“
  • Synergien durch neue Konzernstruktur werden greifbar; regionale Stärkung beschleunigt Prozesse. Thermomanagement komplett übernommen.
  • Strategie MAHLE 2030+ funktioniert: Fokus auf Elektrifizierung, Thermomanagement und Verbrenner-Stärke
  • Innovationskraft bleibt mit rund 860 Patenten und Erfindungsmeldungen ungebrochen; Forschungs- und Entwicklungs-Quote mit 5,4 Prozent stabil
  • Umfeld bleibt volatil und unberechenbar – MAHLE bleibt im Anpassungsmodus mit Fokus auf Verlässlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit

Der Technologiekonzern MAHLE hat das Geschäftsjahr 2025 in einem von Unsicherheit, neuen US-Zöllen, Lieferketten-Disruptionen und anhaltenden regulatorischen Diskussionen geprägten Umfeld mit verbesserter operativer Ertragskraft abgeschlossen. Der Umsatz lag bei 11,3 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurs- und Dekonsolidierungseffekte betrug sein organisches Wachstum 0,6 Prozent. Das um einmalige und Sonder-Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 442 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 3,9 Prozent. Gleichzeitig reduzierte MAHLE weiter seine Nettoverschuldung und erhöhte seine Eigenkapitalquote. Unterm Strich erzielte der Konzern einen Jahresüberschuss und konnte damit den im Jahr 2023 erzielten und 2024 bestätigten operativen Turnaround auch für 2025 sichern – trotz herausfordernder Rahmenbedingungen und erheblicher Restrukturierungsrückstellungen. Synergien durch die neue Konzernstruktur werden greifbar, die Stärkung der Regionen beschleunigt Prozesse. Die Strategie MAHLE 2030+ mit dem Fokus auf Elektrifizierung, Thermomanagement und Verbrenner-Stärke funktioniert. Mit einer unveränderten F+E-Quote von 5,4 Prozent und rund 860 Patenten und Erfindungsmeldungen bleibt die Innovationskraft des Konzerns ungebrochen. „MAHLE ist auf dem Weg zu profitablem Wachstum“, sagte Arnd Franz, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung und CEO, anlässlich der diesjährigen Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. „Die Arbeit hat sich gelohnt. Die Erfolge sind messbar.“ Angesichts anhaltend volatiler und unberechenbarer Rahmenbedingungen bleibt MAHLE im Anpassungsmodus mit Fokus auf Verlässlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. „Unser Effizienzprogramm ‚Back on Track‘ verfolgen wir rigoros weiter“, sagte Franz.

Marktentwicklungen und Herausforderungen

Geopolitische Unsicherheiten, erhöhte Energiekosten, starke Wechselkursschwankungen, rückläufige oder stagnierende Märkte in zahlreichen Regionen sowie ein intensiver Wettbewerb, insbesondere aus China, machten 2025 zu einem weiteren anspruchsvollen Geschäftsjahr. MAHLE hat sein Effizienzprogramm intensiviert sowie Ergebnis- und Liquiditätsmaßnahmen beschleunigt. Der Konzern hat seine Organisation in Rekordzeit verschlankt, konsequent an der Portfoliobereinigung und der Konsolidierung seines Produktionsnetzwerks weitergearbeitet und seine Kapazitäten insbesondere in Europa und Nordamerika an die reduzierte Nachfrage angepasst.

Rückläufige Märkte und Wechselkurseffekte prägten Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung wurde von einer rückläufigen Kundennachfrage und damit schwächeren Fahrzeugproduktion in den Hauptmärkten Europa und Nordamerika gebremst. Großen Einfluss hatten dabei die schwache Entwicklung des Truck-Geschäfts in den USA und die weiterhin deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibende Elektrifizierung in Europa. Den größten Umsatzeffekt hatte die Abwertung verschiedener Handelswährungen gegenüber dem Euro. Darüber hinaus minderten Veränderungen im Konsolidierungskreis nach dem Verkauf von Joint Venture-Anteilen und Produktbereichen den Umsatz zusätzlich.

Der Geschäftsbereich „Powertrain and Charging“, in dem die früheren Geschäftsbereiche Motorensysteme und -komponenten sowie Mechatronik und Elektronik aufgegangen sind, erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 3,9 Milliarden Euro und legte damit wechselkursbereinigt um 1,9 Prozent zu. Die Entwicklung wurde unter anderem durch den verzögerten Hochlauf der Elektromobilität in Europa beeinträchtigt.

Der Bereich „Thermal and Fluid Systems“, der die früheren Geschäftsbereiche Thermomanagement sowie Filtration und Motorperipherie umfasst, erzielte einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro und konnte sich – bereinigt um Wechselkurs- sowie Konsolidierungseffekte – auf Vorjahresniveau halten.

Das Ersatzteil- und Servicegeschäft, das jetzt den Namen „Lifecycle and Mobility“ trägt, erwirtschaftete im Jahr 2025 Umsatzerlöse von 1,2 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt erzielte der Bereich ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent.

Regionen: Wachstumsmärkte gewinnen an Bedeutung

Im Berichtsjahr sanken die um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte bereinigten Umsätze in Europa und China, während Nordamerika, Südamerika und Ostasien Zuwächse verzeichneten. Indien war die wachstumsstärkste Region mit einem wechselkursbereinigten Zuwachs von über 20 Prozent. Alle Regionen konnten ihre Profitabilität verbessern bzw. sich auf hohem Niveau stabilisieren.

Operatives Ergebnis verbessert, Verschuldung weiter gesenkt, Liquidität gesichert

MAHLE hat seine operative Ertragslage deutlich verbessert. Produktivitätssteigerungen in den Werken, Materialkostenoptimierung, Kostenreduzierungen im Einkauf sowie Anpassungen der Verkaufspreise konnten Belastungen aus Zöllen, tarif- und inflationsbedingten Personalkostensteigerungen, gestiegenen Rohmaterialpreisen, Wechselkurseffekten und Volumenrückgängen überkompensieren.

Das EBIT wurde 2025 im Wesentlichen durch den Wegfall des Einmaleffekts aus der Veräußerung der Anteile am Joint Venture Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) in Höhe von 164 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr beeinflusst. Dazu kamen belastende Sondereffekte, darunter Restrukturierungsaufwendungen.

Die positive Entwicklung bei der Nettoverschuldung setzte MAHLE mit einer Reduzierung um 136 Mio. Euro auf 1,03 Milliarden Euro fort – trotz der Übernahme der verbliebenen Anteile an MAHLE Behr. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 21,9 Prozent.

MAHLE hat eine stabile Finanzierungsperspektive und kann auf ein vielfältiges und ausgewogenes Finanzierungsportfolio zurückgreifen. Der Kapitalmarkt hat Vertrauen in die MAHLE Strategie. Das wurde bestätigt durch die einvernehmliche Verlängerung eines Konsortialkredits über insgesamt 1,2 Milliarden Euro bis Februar 2029 durch alle beteiligten Banken. „Das ist ein starkes Vertrauenssignal in die strategische Ausrichtung und finanzielle Solidität unseres Konzerns. Die Kreditlinie sichert uns finanzielle Flexibilität und Planungssicherheit“, sagte Markus Kapaun, Mitglied der MAHLE Konzern-Geschäftsführung und CFO. „Wir tun mit unserer Strategie MAHLE 2030+ die richtigen Dinge, und wir werden dies konsequent nachhalten.“

Innovationsstärke ungebrochen: Fokus auf Elektrifizierung und Thermomanagement

MAHLE gab im Berichtsjahr 607 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus. Rund 4.500 Ingenieurinnen und Ingenieure arbeiteten an Produkten für klimafreundliche, effiziente und nutzerfreundliche Mobilität. Der Konzern meldete 361 Patente neu an und reichte 497 Erfindungsmeldungen ein; rund 70% der Patentanmeldungen entfielen erneut auf die Elektrifizierung.

Zu den 2025 vorgestellten Innovationen zählen ein neues Range-Extender-System mit Hochvolt-Generator, ein Thermomanagementmodul mit integrierter Wärmepumpe sowie ein bionisches Radialgebläse für E-Fahrzeuge. Darüber hinaus überträgt MAHLE seine Thermomanagement-Kompetenz auf Anwendungen außerhalb des Automobils, etwa mit einem Kühlmodul für stationäre Batteriespeicher und Lösungen für Megawatt-Laden in Nutzfahrzeug-Schnellladesäulen. Für das Ersatzteil- und Servicegeschäft baute MAHLE sein neues Portfolio an Hochvolt-Elektronik für Kfz-Werkstätten aus und stellte neue Diagnosetools für E-Fahrzeuge vor.

Auftragseingänge bleiben stabil – Elektrifizierung bleibt hinter Erwartungen

MAHLE akquirierte im Jahr 2025 Neuaufträge in der Erstausrüstung mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden Euro und setzte damit die stabile Entwicklung fort. Dabei leisteten Hochvoltelektronik und E-Antriebssysteme für E-Fahrzeuge, Klimaanlagen mit integriertem elektrischem Heizer, Kühlmodule, Abgaswärmetauscher und elektrische Klimakompressoren sowie Luftansaugmodule und Kolbenbaugruppen für Verbrennungsmotoren die größten Beiträge.

Während der Anteil der Verbrennerprodukte bei den Auftragseingängen wuchs, blieb die Akquiseentwicklung im Bereich der Elektrifizierung wegen fehlender Absatzzahlen bei batterieelektrischen Fahrzeugen besonders in Europa, harten Wettbewerbs und neuer politischer Vorgaben in den USA hinter den Erwartungen zurück.

Wachstum durch Diversifizierung und Ausbau neuer Geschäftsfelder

MAHLE begegnet dem im vergangenen Jahr noch einmal verstärkten Druck mit weiterer Diversifizierung und Risikoverteilung: in den Technologien, Märkten, bei Kunden und bei seinen Geschäftsfeldern. Der Konzern bringt sich zunehmend jenseits des Automobils stärker in Stellung: bei stationären Infrastrukturlösungen, bei Anwendungen für Freizeit und Logistik sowie schweren Anwendungen für Marine, Bergbau, Schiene und Verteidigung.

Um Kunden künftig gezielter mit dem gesamten Produktportfolio ansprechen und neue Produkte bedarfsgerecht schneller entwickeln zu können, hat MAHLE sein Non-Automotive Geschäft neu organisiert und den Bereich „Industrial and Special Solutions“ innerhalb des Konzernvertriebs geschaffen. Künftig können vorhandene Kapazitäten und Werke gezielt dafür genutzt sowie auch kleinere und individuellere Kundenprojekte effizienter gesteuert und profitabler produziert werden. Aktuell liegt der Fokus vor allem auf High Power und Megawatt Charging, Rechenzentrumskühlung, Leistungselektronik und Chipkühlung, Thermomanagement für Gebäudewärmepumpen sowie Hydraulik und Anwendungen für die Verteidigungs- und Sicherheitstechnik.

Konsolidierungsdruck bleibt hoch – Anpassung bleibt Priorität

Angesichts rückläufiger oder stagnierender Märkte passt MAHLE sein internationales Produktionsnetzwerk kontinuierlich an. Im letzten Jahr wurden, insbesondere in Europa und Nordamerika, Standorte geschlossen oder verkauft, Schließungsprozesse gestartet sowie Arbeitsplätze in der Produktion an mehreren Standorten deutlich reduziert. Zum Jahresende 2025 beschäftigte MAHLE weltweit 64.242 Mitarbeitende und damit 3.466 Personen bzw. 5,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Aktuell reduziert MAHLE die indirekten Kosten in Verwaltung und Entwicklung, insbesondere in Europa und Nordamerika, und setzt den Transformationsdialog in deutschen Werken fort.

Der Konsolidierungsdruck gerade in Europa wird in den kommenden Jahren anhalten, vor allem, wenn sich die EU bei der CO2-Regulierung nicht öffnet. „Die Entscheidungen in Brüssel bestimmen den Konsolidierungsdruck – mit entsprechenden Effekten auch für uns“, sagte Arnd Franz. „MAHLE wird seinen Anpassungskurs konsequent fortsetzen und um Innovationen, Aufträge und Arbeitsplätze in Europa kämpfen – dafür braucht es am Standort genügend Geschäft.“ Der CEO appellierte an die Politik in Stuttgart, Berlin und Brüssel, Wachstum zu ermöglichen und die CO₂‑Regulierung technologieoffen zu gestalten. Andernfalls drohten Investitionen und damit Standorte und Arbeitsplätze aus Europa und Deutschland abzuwandern.

Kennzahlen 2025

 20242025
Umsatz (in Mrd. Euro)11,68111,257
EBIT (in Mio. Euro)423228
Bereinigtes EBIT (in Mio. Euro)347442
EBIT-Marge (in Prozent) 3,62,0
Bereinigte EBIT-Marge (in Prozent)3,03,9
Konzernergebnis (in Mio. Euro)2220
Eigenkapital (in Mio. Euro)1.5481.640
Eigenkapitalquote20,121,9
Beschäftigte (Anzahl, Stichtag: 31.12.)67.70864.242

Der Geschäftsbericht 2025 ist auf der MAHLE Website unter https://annualreport.mahle.com/de zu finden.

Ansprechpartner in der MAHLE Kommunikation

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Manuela Höhne

Leiterin Kommunikation

Telefon: +49 173 3180217
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Kerstin Lau

Leiterin Media Relations

Telefon: +49 173 6180956
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Rede MAHLE Bilanzpressekonferenz
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