Jundiaí (Brasilien) / Stuttgart (Deutschland), 22. Mai 2025
Globales Biomobilitäts-Zentrum von MAHLE in Brasilien feiert einjähriges Bestehen
- Etablierter Partner für Industrie und Wissenschaft
- Know-how und Partnernetzwerk zu Biokraftstoffen und Biomaterialien in Südamerika zur Unterstützung der Entwicklung nachhaltiger Mobilität weltweit
- Acht Projekte in Zusammenarbeit mit Kunden und Forschungsinstituten in Brasilien initiiert
- Internationaler Wissenstransfer gestartet
- MAHLE CEO Arnd Franz: „Nachhaltige Kraftstoffe müssen schnell und global in die breite Anwendung kommen, damit der Klimawandel gebremst werden kann.“
- MAHLE setzt sich für Technologievielfalt ein
MAHLE feiert das einjährige Bestehen seines Globalen Biomobilitäts-Zentrums, das im Technologie-Zentrum des Konzerns in Jundiaí (São Paulo), Brasilien, angesiedelt ist. MAHLE hat die Einrichtung vor einem Jahr gegründet, um die hohe Bedeutung von Biokraftstoffen und Biomaterialien für die Zukunft der Mobilität zu bekräftigen und sein Know-how sowie sein Partnernetzwerk in Südamerika zu nutzen, um deren Entwicklung weltweit zu unterstützen. Im ersten Jahr seines Bestehens hat das Biomobilitäts-Zentrum acht Entwicklungsprojekte in Partnerschaft mit Kunden und Forschungsinstituten in Brasilien gestartet. Darüber hinaus beobachtet die Einrichtung Trends und staatliche Maßnahmen zum weltweiten Einsatz von Biokraftstoffen und hat einen Wissenstransfer nach Nordamerika und Asien gestartet. „Nachhaltige Kraftstoffe müssen schnell und global in die breite Anwendung kommen, damit der Klimawandel gebremst werden kann“, sagte Arnd Franz, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung und CEO von MAHLE. Der Konzern setzt sich für Technologievielfalt ein und nutzt alle verfügbaren Hebel, um eine schnelle und effektive Dekarbonisierung des Mobilitätssektors zu erreichen.
“MAHLE unterstützt nachdrücklich, die Beimischung von Biokraftstoffen weltweit auf Anteile zu erhöhen, wie sie in Brasilien oder Indien bereits üblich sind. Wenn die Null-Emissionsziele erreicht werden sollen, müssen bis 2030 über 20 Prozent des globalen Kraftstoffverbrauchs aus erneuerbaren Quellen kommen. Das Biomobilitäts-Zentrum von MAHLE arbeitet mit Regierungen, Regulierungsbehörden und Industrieakteuren in Indien, Thailand, Japan und anderen Ländern zusammen, um dieses Ziel zu erreichen”, sagte Arnd Franz.
„Unser Biomobilitäts-Zentrum wurde mit dem Ziel gegründet, als globales Kompetenzzentrum von MAHLE für die Entwicklung und Anwendung von Biokraftstoffen und Biomaterialien zu fungieren, um deren weltweiten Einsatz in großem Maßstab zu ermöglichen und die globale Dekarbonisierung zu unterstützen“, sagte Everton Lopes, Leiter des MAHLE Technologie-Zentrums in Brasilien und verantwortlich für das Biomobilitäts-Zentrum.
Neben Elektrifizierung und Thermomanagement sind hocheffiziente und nachhaltige Verbrennungsmotoren ein zentrales Strategiefeld von MAHLE. Mit erneuerbaren Kraftstoffen wie Wasserstoff, synthetischen Kraftstoffen oder Biokraftstoffen haben Verbrennungsmotoren das Potenzial, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Im ersten Jahr seines Bestehens wurden im Globalen Biomobilitäts-Zentrum von MAHLE verschiedenste Projekte gestartet. Unter anderem beschäftigt sich MAHLE mit der Entwicklung von Filtermedien auf Zellulose-Basis und Aktivkohle aus Biomasse, mit der Entwicklung einer Ethanol Kolbengruppe (PCU) zur Steigerung der Effizienz von Flex-Fuel-Motoren sowie mit der Entwicklung eines Vielstoffmotors für den Einsatz von Biomethan und Ethanol in mittelschweren Lastkraftwagen und Maschinen. Darüber hinaus wird untersucht, wie sich der Einsatz von neuen Biodieselkraftstoffen auf die Leistung, Haltbarkeit und die Emissionen von schweren Nutzfahrzeugmotoren auswirkt.
Die Hälfte dieser Projekte werden in Partnerschaft mit lokalen Forschungsinstituten entwickelt und von Regierungsprogrammen wie MOVER (Green Mobility and Innovation Program), Embrapii (Brazilian Agency for Research and Industrial Innovation) und FAPEMIG (Minas Gerais State Agency for Research and Development) finanziert. Weitere Projekte werden in direkter Partnerschaft mit Automobilherstellern, Automobilzulieferern oder Unternehmen aus dem Energiesektor auf den Weg gebracht. Neben der Entwicklung nachhaltiger Technologien fördert das Globale Biomobilitäts-Zentrum den weltweiten technischen Dialog.
Biokraftstoffe spielen eine zentrale Rolle in der Dekarbonisierungsstrategie Brasiliens. Das Land ist weltweiter Vorreiter bei Herstellung und Einsatz von Biokraftstoffen und kombiniert erfolgreich Mandate, finanzielle Anreize und Nachhaltigkeitsanforderungen, um die Versorgung mit Biokraftstoffen auszubauen. Neben Biokraftstoffen haben erneuerbare Materialien (oder Biomaterialien) großes Potenzial, Produkte aus fossilen Rohstoffen zu ersetzen und den CO2-Fußabdruck von Automobilteilen zu verringern.
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